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       09.01.2008  Bundesliga - Bayern sucht den Super-Coach      

Jose Mourinho, Marco van Basten oder ein Überraschungskandidat wie Jürgen Klopp oder Volker Finke? Die Liste der potenziellen neuen Bayern-Trainer wird täglich länger und abenteuerlicher. eurosport.yahoo.de prüft mögliche Hitzfeld-Nachfolger auf Herz und Nieren: Im ersten Teil die Favoriten.
Jose Mourinho (44 Jahre,vereinslos):

FOOTBALL 2008 Bayern Picasso Mourinho Van Basten Rijkaard - 0

 

Was für ihn spricht:

Sein Renommee, seine Erfolge und sein weltmännisches Auftreten passen zu einhundert Prozent ins anspruchsvolle Stellenprofil des FC Bayern. Fachlich ist Mourinho unumstritten, die Spieler schwärmen von seinen Fähigkeiten. Zudem würde Mourinho bestens mit der schwierigen Medienlandschaft in München zurecht kommen. Wer den täglichen Attacken der englischen Yellow-Press trotzt, für den wird der deutsche Boulevard ein Spaziergang.

Interesse ist wohl da: "Bayern München - warum nicht?", ließ Mourinho über einen Sprecher in der "Welt am Sonntag" verbreiten. Der Portugiese war von Franz Beckenbauer ins Spiel gebracht worden. Der "Kaiser" ist immer noch einflussreich genug, dass nicht zuletzt auch sein Wort Gewicht hat.

Was gegen ihn spricht:

Mourinhos Fußball-Philosophie stellt Disziplin und Ordnung über jedes Spektakel. Der anarchische Zirkuszauber von Ribery und Co. ist dem Taktik-Fuchs Mourinho eher ein Dorn im Auge. Die Bayern wollen aber nicht nur Erfolg, sondern auch Spektakel. Auch das hohe Gehalt dürfte gegen ihn sprechen. In Chelsea soll Mourinho bis zu zehn Millionen Euro eingestrichen haben, damit wäre der Trainer Top-Verdiener (Luca Toni soll geschätzte neun Millionen Euro verdienen, das Gehalt der weiteren Topstars wird auf etwa fünf Millionen taxiert). Mourinho spricht nur englisch und bislang kein Wort deutsch.

Frank Rijkaard (45, FC Barcelona, Vertrag bis Juni 2008)

Was für ihn spricht:

Der Niederländer würde bei den Bayern den geforderten attraktiven Offensivfußball über die Flügel spielen lassen. Ohne die "sachliche Spielweise" - so nennt er gern die Defensive - zu vernachlässigen. In Barcelona ist er allerdings längst nicht mehr unumstritten, seit Barca in der letzten Saison den Titel leichtfertig an Erzrivale Real Madrid verloren hat. Das Werben aus München schmeichelt ihm: "Es ist stets eine Ehre, mit einem so großen Verein in Verbindung gebracht zu werden." Seine Erfolge sprechen für sich: Zwei Titel in der Primera Divison und 2006 der Gewinn der Champions League.

Was gegen ihn spricht:

Rijkaard ist in Deutschland seit seiner Spuck-Attacken gegen Rudi Völler bei der WM 1990 nicht sonderlich beliebt.

Marco van Basten (43, Bondscoach Niederlande, Vertrag läuft aus)

Was für ihn spricht:

Der ehemalige Weltklassestürmer ist ab Sommer verfügbar und steht für eine offensive Spielausrichtung. Er setzt auf junge Spieler und hält eine kühle Distanz zu seinen Profis.

Was gegen ihn spricht:

Van Basten ist als Vereinstrainer gänzlich unerfahren, kann lediglich die Arbeit als Bondscoach nachweisen. Mit Mark van Bommel, einer der Wortführer bei den Bayern, verbindet ihn nur das "van" im Nachnamen. Van Bommel hatte erklärt, dass er unter van Basten nie mehr für die Niederlande spielt. Der Bondscoach hatte trotz guter Leistungen immer wieder auf den Mittelfeld-Ackerer verzichtet. Auch mit anderen Stars des Oranje-Teams wie Ruud van Nistelrooy oder Clarence Seedorf stand van Basten immer wieder auf Kriegsfuß.

Rafael Benitez (47, FC Liverpool,Vertrag bis 2010)

Was für ihn spricht:

Benitez steht bei den "Reds" zwar noch bis 2010 unter Vertrag, liegt aber regelmäßig mit den beiden neuen amerikanischen Besitzern Tom Hicks und George Gillett im Clinch. Der Spanier soll laut "Daily Express" bereits Freunden gesteckt haben, dass er den FC Liverpool im Sommer verlassen werde. Seine Erfolgsvita würde ins Anforderungsprofil passen:

Liverpool gewann 2005 unter seiner Regie die Champions League und unterlag in der vergangenen Saison erst im Endspiel dem AC Mailand. Zuvor hatte Benitez mit dem FC Valencia 2002 und 2004 die spanische Meisterschaft gewonnen und holte 2004 auch den Uefa-Cup.

Was gegen ihn spricht:

Wie bei allen ausländischen Kandidaten (außer den Niederländern oder Arsene Wenger) gelten fehlende Deutschkenntnisse an der Säbener Straße als das größte Hindernis. Gerade Benitez gilt nicht gerade als Sprachtalent ("Mein Englisch ist leider nicht das allerbeste") und soll nicht zuletzt deshalb in Liverpool schon kurz vor dem Rauswurf gestanden haben.

 
 

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